Auf links | Vierkanalvideo - Installation | 2010 | VIDEOS

In der Videoinstallation Inside out beschäftige ich mich mit den Themen
Destruktion und Begehren mit besonderem Fokus auf die eigene
Identitätsbildung bei der Suche nach einem im eigenen Körper verortetem
Heimatgefühl.

Auf dieser Suche sieht sich der Mensch mit dem Wunsch nach bisher
vermissten Emotionen, Fähigkeiten und Konsumgütern oder dem Streben nach
einer bestimmten sozialen Position in der gesellschaftlichen Hierarchie
konfrontiert, dessen Nichterfüllung bzw. Scheitern Aggressionen hervorrufen
kann. Diese Aggressionen sind entweder latent vorhanden oder äußern sich
auf unterschiedlichste Weise.

In meinen Inszenierungen benutze ich die Zerstörung, die auch ein
Aggressionsventil sein kann, um das Unkontrollierte bewusst schon im Konzept
anzulegen. Denn letztendlich entscheidet unser Unterbewusstsein darüber, was
wir begehren und mit welcher Intensität wir dies tun. Und nicht selten ist man
von den aufkommenden Gefühlen überrascht und kann sich den Grund oder
die Vehemenz eines Wunsches kaum erklären.

Um dem Unterbewusstsein visuell näher zu kommen, habe ich mich für das
Absurde als Bildsprache entschieden. In einzelnen Aktionen werden Artefakte
in der Landschaft installiert und dann vor laufender Kamera zerstört. Dabei ist
der Mensch in den Bildern unterschwellig präsent, aber nicht sichtbar.

Durch die verwendeten Farben und Formen, die Töne und Archetypen, entsteht
ein mehrdeutig lesbarer Text, von dem ich mir wünsche, dass er beim
Rezipienten Emotionen auslöst, die jeweils an Erinnerungen geknüpft, eigene
innere Bilder entstehen lassen.

Inside out | Installationsansicht I




Inside out | Installationsansicht II